Ripe

1. Juli 2008

Unter der Bezeichnung RIPE („Réseaux IP Européens“, französisch für „Europäische IP Netzwerke“) besteht seit 1989 ein offenes Forum für alle, die ein Interesse an der technischen Weiterentwicklung des Internets haben. Das Ziel der Gesellschaft ist die Weiterführung der technischen und administrativen Zusammenarbeit, um den Erhalt und die Weiterentwicklung des Internets zu gewährleisten. RIPE ist keine juristische Person und führt keine Mitgliederlisten. Stattdessen können Interessierte einfach an den Mailing Listen oder Treffen teilnehmen. Unter dem ähnlichen Namen RIPE NCC operiert eine von RIPE weitestgehend unabhängige Organisation, die für die Verteilung von IP-Adressbereichen und AS-Nummern zuständig ist.

RIPE wurde im Jahre 1989 gegründet. Vorangegangen war ein erstes Treffen von 14 Repäsentanten aus sechs Ländern und vier verschiedenen Netzwerken im selben Jahr. Zum Zeitpunkt dieses ersten Treffens in Amsterdam befürworteten die meisten Telekommunikationsunternehmen und Regierungen den OSI-Standard. Aus dem akademischen Bereich wurden aber immer mehr Stimmen laut, die eine hohe Vernetzung, z.B. zwischen den Universitäten voran bringen wollten. Der IP-Standard bot bessere Bedingungen für dieses Vorhaben, als der damalige von den Telekommunikationsanbietern bevorzugte Standard.

Die Gründung wurde am 29. November 1989 durch die „RIPE Terms of Reference“ besiegelt. Insgesamt zehn Organisationen hatten zu diesem Zeitpunkt Interesse bekundet oder bereits offiziell entschieden sich bei RIPE zu beteiligen. Außerdem wurden vier Arbeitsgruppen (task forces) gebildet, um den Netzwerkausbau zwischen den vielen europäischen Netzwerken zu überwachen. Sie beschäftigten sich mit den Bereichen 1. Konnektivität und Routing, 2. Netzwerkmanagement und Operationen, 3. Domain Name System und 3. formale Koordination. Kurz darauf wurde auch das RIPE NCC gegründet, um die administrativen Aufgaben der Gesellschaft zu übernehmen.

Die RIPE Community besteht aus allen Individuen oder Organisationen, die ein Interesse daran haben, wie das Internet verwaltet oder strukturiert wird. Es ist dabei unerheblich, ob sie ein Mitglied des RIPE NNC sind oder nicht. RIPE hat keinerlei rechtlichen Einfluss, gibt aber Richlinien für die technische Koordination des Internets, sowie die Verwaltung und Verbreitung von Ressourcen heraus. Diese werden durch ein System der Entscheidungsfindung durch Diskussionen und Konsens erarbeitet, z.B. auf dem zweimal jährlich stattfindenden RIPE Meeting. Dieses wird für gewöhnlich einmal in der RIPE-Gründungsstadt Amsterdam abgehalten und einmal in einer anderen Stadt des RIPE-Servicegebietes.

Die ICANN - Internet Corporation for Assigned Names and Numbers

27. Juni 2008

ICANN ist das Kürzel für Internet Corporation for Assigned Names and Numbers. Sie ist eine nichtkommerzielle internationale Organisation mit Sitz in Kalifornien und untersteht damit amerikanischem Recht. 21 Mitglieder aus aller Welt gehören dem Board of Directors der ICANN an.
Seit 1998 achtet die ICANN auf die Einhaltung von Standards und koordiniert die Namen im Internet. Das geschieht mit Hilfe des DNS –des Domain Name Systems. Dieses Namenssystem garantiert nicht nur die Einmaligkeit der Internetadressen, sondern sorgt auch dafür, dass wir nur eine Webadresse ins Browserfenster eingeben müssen, um eine bestimmte Website aufzurufen. Das DNS ist hierarchisch, also baumartig aufgebaut. An der Spitze stehen die ROOT-Server, danach folgen die Top Level Domains. Bei den TLDs unterscheidet man generische, die aus drei und mehr Buchstaben bestehen und länderspezifische, die aus zwei Buchstaben bestehen. Beispiele dafür sind .edu für wissenschaftliche Einrichtungen wie Unis und .uk für Großbritannien. Mit der Ausbreitung des Internets kommen ständig neue TLDs hinzu; ihre Verwaltung ist eine Aufgabe der ICANN. Die Verwaltung der unterhalb der Top Level Domains liegenden Namenszonen delegiert die ICANN an andere Organisationen weiter, zum Beispiel in Deutschland an die DENIC. Jede deutsche Domain muss also bei der DENIC registriert werden.
Übrigens werden Webadressen von rechts nach links gelesen, also ganz rechts steht die Top Level Domain. Dann folgen die durch Punkte voneinander getrennten Subdomains.
Weiterhin ist die ICANN für die Pflege der IP-Adressen zuständig. Gegenwärtig wird noch überwiegend das IP-Protokoll v4 verwendet. Dabei wird jedem Computer im Netz eine Nummer zugewiesen, die IP-Adresse. Diese besteht aus vier durch Punkte voneinander getrennten Zahlen. Zur besseren Handhabe werden die Zahlen dezimal dargestellt, eigentlich sind es Dualzahlen. Das Domain Name System löst nun die DNS-Namen in diese IP-Adressen auf. Die ICANN verwaltet auch die in das IP-Protokoll implantierten Ports. Allerdings stößt der Adressraum inzwischen an seine Grenzen, deshalb wird in Zukunft IPv6 immer mehr Raum einnehmen.
Die ICANN ist also ein internationales Gremium, das die Namensauflösung und Registrierung im Internet regelt. Dadurch ist es dem User letztendlich möglich, rund um den Globus unkompliziert auf Websites zuzugreifen oder eigene zur Verfügung zu stellen.

Denic

23. Juni 2008

Die Denig eG (Deutsches Network Information Center) ist eine eingetragene Genossenschaft, die als zentrale Registrierungsstelle für Domains unterhalb der Top-Level-Domain .de zuständig ist.
Die Top Level Domain .de existiert seit November 1986. Der Nameserver lief damals in der Universität Dortmund, so dass die erste .de-Domain “uni-dortmund.de” wurde. Schon zu dieser Zeit trug der Dienst der Uni Dortmund den Namen Denic. Als Anfang der 90er Jahre das Internet populär wurde, stieg das Interesse an Registrierungen schnell an und so wurde im August 1993 der IV-Denic (Interessensverbund) gegründet. Die Universität Karlsruhe leistete den administatriven und technischen Betrieb während die IV-Denic die Kosten trug.
Ende 1996 wurde die Denic eG gegründet und übernahm zuerst die administrativen Aufgaben der Registrierung, um dann 1999 auch die technische Bereitstellung zu übernehmen. Die Mitglieder der Denic eG sind vor allem Internet Provider, aber auch IT-Firmen mit weniger spezialisiertem Angebot. Die Denic eG hat ihren Sitz heute in Frankfurt, während die Nameserver in Amsterdam, Berlin, Elmsford (USA), Frankfurt, London, Miami, Santa Clara, Sao Paulo, Seoul, Stockholm, Stuttgart, Tokio und Wien stehen.
Die exponentielle Verbreitung des Internets hat die Denic eG vor große Herausforderungen gestellt. So wurde 1997 die einhunderttausendste, 1999 die einmillionste, 2001 die fünfmillionste und 2006 die zehnmillionste .de-Domain registriert. Um dieser Herausforderung gewachsen zu sein hat die Denic eG sich stetig weiterentwickeln müssen. Aktuell hat die Genossenschaft 233 Mitglieder und 92 Mitarbeiter.
In den vergangen Jahren sind zusätzliche Aufgaben zu der traditionellen .de-Domainregistrierung hinzugekommen. Mit der Einführung der IDN-Domains sind seit 2004 auch Umlaute (insgesamt 92 Zeichen) in Domains möglich. Dies erweitert den potentiellen Domainbestand. Die Denic eG verwaltet mit 10 Millionen Domains (Stand 2007) die zweitgrößte Top Level Domain der Welt (nach .com).
Die Denic eG ist neben Registrierung von Domains und Betrieb der Nameserver u.a. auch zuständig für die Bereitstellung des Informationsdienstes “Whois” (zur Abfrage der Registrierungsdaten einer Domain), Unterstützung von Domainbesitzern bei Problemen und Fragen per Hotline und betreibt seit 2005 den ersten rootserver in Deutschland. Somit ist die Denic eG einer der wichtigsten Faktoren für den Betrieb des deutschen Bereiches des Internets.

Sieben Regeln für die Wahl Ihres Domain-Namens

20. Juni 2008

Eine eigene Domain registrieren lassen ist kinderleicht, so stellen es viele Anbieter dar. Im Prinzip haben sie auch Recht, doch schon mit der Wahl des Domain-Namens kann man sich leicht in juristischen Fallstricken verfangen.
Deshalb sollten Sie sich bei der Wahl Ihres Domain-Namens von folgenden sieben Regeln leiten lassen:

1. Verwenden Sie niemals Markennamen oder Namen von Unternehmen, auch nicht mit Zusätzen wie -online oder –fanclub. Sogar wenn Sie selbst tatsächlich Oetker oder Melitta heißen, könnte eine nicht eindeutig auf Sie verweisende Domain juristischen Ärger verursachen.

2. Benutzen Sie Namen von Prominenten auch dann nicht, wenn Sie eine Fansite einrichten wollen, es sei denn, Sie haben das ausdrückliche Einverständnis der betreffenden Person. Das gilt übrigens nicht nur für Prominente, private Vor- und Nachnamen sind ebenso namensrechtlich geschützt.

3. Auch Titel von bekannten Zeitschriften, Büchern, Filmen und bekannter Software sind tabu. Duden.net ist also nicht zu empfehlen, selbst wenn Sie tatsächlich Duden heißen.

4. Städtenamen sollten Sie sicherheitshalber auch nicht verwenden, in den meisten Fällen haben dieses Recht nur die Kommunen selbst. Aber bei kleinen unbekannten Gemeinden und bestehender Namensgleichheit wurde gerichtlich entschieden: Wer die Domain als erster registriert hat, darf sie behalten. Kfz-Zeichen sind nach den Richtlinien der DENIC als Domain-Namen nicht zugelassen.

5. Verzichten Sie nicht nur auf korrekte Bezeichnungen von staatlichen Einrichtungen als Domain-Namen, sondern auch auf Bezeichnungen, hinter denen sich eine staatliche Institution vermuten lässt, wie verfassungsschutz.net oder zivildienst.de.

6. Sogenannte Tippfehler-Domains werden ebenfalls geahndet. Mit der Verfremdung von Namen bekannter Websites wird versucht, den Zugriff auf die eigene Site zu erhöhen. Domain-Namen wie googel.de können hohe Schadenersatzforderungen nach sich ziehen.

7. Domain-Namen dürfen Sie verkaufen, versteigern oder verpachten. Sofern der Name den aufgeführten Bedingungen entspricht, gilt er inzwischen auch bei deutschen Gerichten als normales Wirtschaftsgut. Sicherer ist es allerdings, die mit Inhalt gefüllte Website zu verkaufen, weil diese als Unternehmen zählt und meist auch einen höheren Preis erzielt.

Beachten Sie diese Tipps bei der Wahl Ihres Domain-Namens, steht der Registrierung Ihrer eigenen Domain nichts mehr im Wege.

Umlautdomains

19. Juni 2008

Seit März des Jahres 2004 ist es möglich, sogenannte Internationalized Domain Names (IDN) zu registrieren. Durch diese Domains - auch Umlautdomains genannt - wird es dem Benutzer ermöglicht, sogenannte Umlaute im Domainnamen zu verwenden. Die deutschen Umlaute sind “ä”, “ö”, und “ü”. Aber auch 92 Sonderzeichen lassen sich in jenen Umlautdomains verwenden. Domains wie “www.ölförderung.de” sind somit nun kein Problem mehr. Allerdings unterstützen noch lange nicht alle Top Level Domains diese Technik. Nur die gänigen Domains wie “.com, .net, .de” sind in der Lage, Umlaute anzuzeigen.

Ein großer Vorteil jener Domains ist es, dass man Domainnamen registrieren kann, die sehr wertvoll sind. Der Wert lässt sich oft daran messen, wie treffsicher ein Domainname formuliert ist. “www.ölhandel.de” ist somit wesentlich wertvoller als “www.ölhandel-mueller-gmbh.de”. Eben jene “Einfachheit” der Domain ermöglicht es dem Benutzer, seine Domain unter hohem Wert zu verkaufen. Oder man benutzt diese Domain für seine Webseite selbst und erzielt damit möglicherweise äußerst hohe Besucherzahlen. Doch wie man es auch wendet und dreht: Umlautdomains sind ein Segen für die Internetgemeinde.

Allerdings gibt es aus technischer Sicht noch einige Probleme. Ältere Browser - wie etwa der Internet Explorer 5 - ermöglichen es dem Benutzer nicht, wie man vielleicht annehmen könnte, Umlautdomains zu öffnen. Um Internetseiten wie “www.ölförderungsgemeinde.org” aufzurufen, bedarf es einem Update der alten Browser. Auch die erlaubten Sonderzeichen bieten einige Vorteile gegenüber den “alten” Domains. So kann man sich eine besonders extravagante Domain registrieren und so möglicherweise mehr Besucher anlocken, als mit einer gängigen Domain ohne jegliche Neuerungen. Entscheiden Sie selbst, ob Sie die Vorteile einer Umlautedomain nutzen wollen.

Tipps zur Domainregistrierung

10. Juni 2008

Wer in der heutigen Zeit erfolgreich im Internetgeschäfft mitmischen möchte, sollte sich am Besten vor der Registrierung etwas genauer mit diesem Thema auseinander setzten. Damit eine Domain genau den Sinn und Nutzen des Betreibers erfüllt, gibt es einige Dinge, die man bei der Domainregistrierung beachten sollte. Am Anfang einer Domainregistrierung steht zunächst die Wahl eines Namens. Hier hat der Besitzer die Möglichkeit zwischen einem beschreibenden Namen, der etwas über den Inhalt der Webseite aussagt oder einem Namen, der keine Keywords enthält. Egal für welche Art sich der Anwender auch entscheidet, er sollte grundsätzlich einen Namen wählen, der einen hohen Bekanntheitsgrad hat und der kurz ist. Zu lange Namen lassen sich nur schwer merken und sind daher unpraktisch, denn jeder Anwender möchte doch, dass seine Webseite nicht so schnell in Vergessenheit gerät. Fällt die Wahl des Namens auf die Beschreibung der Webseite, besteht widerum der Vorteil, dass diese Webseite schneller in den Suchmaschinen auftaucht. Das lohnt sich häufig nur in solchen Fällen, in denen der Name auch häufig von Kunden gesucht wird.

Ein weiterer guter Tipp, der bei der Domainregistrierung Anwendung finden kann, ist die Registrierung mit Schlüsselwörtern und das Setzen von Links. Umso mehr Links zu der eigenen Webseite gesetzt werden, umso höher sind auch die Besucherzahlen der Webseite und umso mehr Umsatz kommt natürlich in die Kasse..
Das ist aber nicht zwangsläufig notwendig, da der Betreiber auch ohne das Einsetzen von Keywords Möglichkeiten hat, seine Populärität in den Suchmaschinen zu erhöhen. Wer das nötige Kleingeld besitzt, kann natürlich auch spezielle Firmen mit der Suchmaschinenoptimierung beauftragen.

Aufbau einer Domain

9. Juni 2008

Jeder PC und Server wird eindeutig durch eine spezielle Adresse gekennzeichnet - die so genannte IP Adresse. Eine IP Adresse ist eine Abfolge von Zahlen und Punkten. Da sich jedoch niemand diese Zahlenfolgen merken kann, wurde ein simples System eingeführt, mit dem die IP Adressen in eine Buchstabenkombination umgewandelt wird und somit einfacher identifiziert werden kann. Dieses System wird auch Domain Name System genannt, welches der IP Adresse von Computern und Webservern einen entsprechenden Domainnamen zuweist.

Eine Domain ist standardmäßig wie folgt aufgebaut: www.xyz.de

Jede Domain im World Wide Web besteht demnach aus verschiedenen Teilen, welche durch einen Punkt getrennt werden.

Eine Domain wird eigentlich von rechts nach links gelesen und beginnt demnach mit der so genannten Top Level Domain (TLD). Diese bezeichnet das Land, in welchem die jeweilige Domain registriert wurde oder gibt eine entsprechende thematische Zugehörigkeit an. Demnach steht .de für Deutschland, .fr für Frankreich oder .it für Italien. Zusätzlich gibt es nicht länderspezifische Domains wie .com für Unternehmen oder .org für Institutionen und Organisationen.

Dann folgt die so genannte 2nd Level Domain. Diese weist auf den Betreiber oder das Thema der Website hin. Hier können beispielsweise Firmennamen, Fantasienamen oder Ähnliches registriert werden.

Das www einer Domain gibt abschließend den Hostenamen an. Alternativ gibt es auch andere Hostnamen wie beispielsweise ftp. (für die Übertragung von Dateien) oder mail. (für spezielle Mailserver).

Einige Domains beinhalten zudem auch so genannte Subdomains – auch 3rd Level Domain genannt. Diese folgen dem Muster www.subdomain.xyz.de. Solche Subdomains finden zumeist bei sehr großen Websites Verwendung, um diese Website in einzelne Teilbereiche zu gliedern.